Vorsicht, was die Katze frisst!

Ihr Lieben,

ich gestehe euch mal was: in der Weihnachtszeit mutiere ich zur Plätzchen- und Schokoliebhaberin erster Klasse. In dieser Zeit genieße ich dann doch mal ein Stück Schokolade mehr und auch die grandios leckeren selbstgebackenen Plätzchen finden ihren Weg zu mir. 🙂 

Klar, dass dann auch mal die sechs Fellnasen bei Frau Katze einen langen Hals machen und erkunden wollen, was sich ihre Mensch denn so schmecken lassen. Neugierig sind sie einfach immer.

Doch so sehr die Katzenaugen auch leuchten, die kleine Pfote nach dem süßen Plätzchen hangelt: diese Leckereien sind einfach nichts für Katzenmäulchen.

Manche unserer Weihnachtsleckerbissen sind für Katzen sogar sehr schädlich oder können zu akuten Vergiftungen führen. Darum gilt auch in der Weihnachtszeit:

Milchprodukte 

Joghurt, Milch, Frischkäse, Butter  u.a  enthalten Milchzucker (Laktose), der bei Katzen zu Blähungen, Erbrechen und Durchfall führen kann. Die Folge können Verdauungsstörungen und eine Schädigung der Darmflora sein. Laktosefreie Produkte könnten eine Alternative darstellen. Im besten Fall entwöhnst du deine Katze von Milchprodukten.

Süßigkeiten/ Schokolade

Hier ist besondere Vorsicht geboten. Gerade in der Weihnachtszeit, stehen oftmals die Plätzchenteller mit schokoladenhaltigen Gebäck und die Schalen mit Schokolade auf den Tischen. Süßigkeiten mit Schokolade und Kakao enthalten das für Katzen hochgiftige Theobromin. MERKE: Je dunkler die Schokolade ist, desto höher ihr Kakao- und Theobromingehalt.

Bewahre deine schokoladenhaltigen Leckereien so auf, dass deine Fellnase(n) nicht drankommen. Oder du isst alle Leckereien einfach auf 😉

Zwiebeln & Lauchgewächse

Es ist völlig egal, ob in gekochter, roher, getrockneter oder pulverisierter Form – Zwiebeln sind ebenfalls hochgiftig für Katzen! Der Verzehr von Zwiebeln kann bei Katzen zu Erbrechen, Durchfall oder einer Schleimhautreizung bis hin zu Blutarmut (Anämie) führen. Die Schwefelverbindungen der Zwiebel greifen die roten Blutkörperchen der Katzen an. Gleiches gilt für Lauchgewächse wie Schnittlauch, Bärlauch aber auch Knoblauch. Er enthält für Katzen schädliche Stoffe wie N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid. Durch den Verzehr von Knoblauch können schwere Vergiftungserscheinungen auftreten, die Magenschleimhaut wird stark gereizt und es kann bei Miezi zu Durchfall und Erbrechen kommen.

Salzhaltige Lebensmittel 

Gerade wenn man es sich abends gemütlich niederlässt, steht auch mal ein Schälchen mit Erdnüssen, Salzstangen oder Chips auf dem Tisch. Doch für deine Samtpfote ist auch diese Knabberei mehr als ungesund. Salz bringt bei unseren Samtpfoten den Elektrolythaushalt ins Ungleichgewicht.
Obst

Weintrauben können bei Katzen für Unwohlsein sorgen. Vermutet wird, dass die enthaltene Oxalsäure für die Beschwerden verantwortlich ist. Im schlimmsten Fall können Weintrauben zu Nierenversagen bei deiner Katze führen. Allerdings ist auch mit Durchfall und Erbrechen als Folge nicht zu spaßen. Das gleiche gilt auch für die in der Weihnachtszeit beliebten Rosinen. Der für Katzen giftige Stoff ist hier sogar in erhöhter Konzentration enthalten.

Zucker 

Zucker kann bei Katzen zu Durchfall, Übergewicht, Allergien, Nierenerkrankungen und langfristig zu schweren Zahnschäden führen.

Die größte Gefahr von zuckerhaltigen Lebensmitteln (und leider auch Katzenfutter) ist jedoch, dass langfristig eine gefährliche Diabetes (Zuckerkrankheit) entstehen kann.

Avocado 

Avocados enthalten für Katzen gefährliches Persin. Dieser Giftstoff kann Magen-Darm-Beschwerden oder Herzmuskelschäden auslösen und sogar tödlich wirken. Durch ihren hohen Fettgehalt können Avocados eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse verursachen.

Zudem können sich die Samtpfoten an dem Kern verschlucken bzw. kann der verschluckte Kern einen Darmverschluss auslösen. Die Früchte gehören also nicht in Reichweite von Katzen.

Getränke 

Ich denke, wir sind uns einig, dass alkoholhaltige Getränke, Kaffee oder Tee unseren Katzen nicht bekommen. Für die Flüssigkeitsaufnahme bei Katzen empfehle ich generell nur Wasser.

Die Dosis macht das Gift

Wenn deine Katze etwas anknabbert, muss sie daran nicht gleich erkranken oder sterben. Vorsicht ist bei schlecht bekömmlichen Lebensmitteln geboten, wenn dein(e) Stubentiger sie in größeren Mengen aufnehmen und/oder sie regelmäßig gefüttert werden. Du als Katzenhüter:in solltest darauf achten, schädliche Nahrungsmittel nicht offen und leicht erreichbar herumliegen zu lassen. So vermeidest du, deine Katze in Versuchung zu führen. Bitte deine Familienmitglieder und Gäste auch darum, den schnurrenden Bettlern keine Leckerbissen vom Tisch zuzustecken.

Weihnachten ist das Fest der Liebe

Natürlich sollen unsere Samtpfoten auch zu Weihnachten nicht zu kurz kommen. Und wenn wir uns den ein oder anderen Leckerbissen gönnen, wollen wir das auch unseren Schützlingen gönnen. Dann empfehle ich dir: artgerechte Snacks mit hohem Fleischanteil (Schau doch mal zum Kalendertürchen Nr. 2).

Ich glaube aber, unsere Fellnasen haben den meisten Spaß zu Weihnachten an vermehrten Spielrunden mit uns oder einer Extraportion Aufmerksamkeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.